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Eurydice

EACEA National Policies Platform:Eurydice
Reformen im Bereich der Hochschulbildung
Germany

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13.Laufende Reformen und Politikinitiativen

13.4Reformen im Bereich der Hochschulbildung

Last update: 2 June 2026

2026

Wissenschaft in Deutschland - Perspektiven bis 2040 

Mit dem Papier "Wissenschaft in Deutschland - Perspektiven bis 2040" nimmt der Wissenschaftsrat das deutsche Wissenschaftssystem strategisch in den Blick. Das Papier beschreibt die Wissenschaftsfreiheit als Grundlage des Wissenschaftssystems, identifiziert Erwartungen an dieses, analysiert derzeitige Stärken und Schwächen und stellt Trends und Szenarien dar. Es entwirft ein Zielbild für 2040 sowie eine Agenda für umfassende Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems anhand von zehn Handlungsfeldern.

2025

Positionspapier des Wissenschaftsrat zu Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem 

Mit dem Positionspapier zu Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem hat der Wissenschaftsrat einen Impuls für funktionale und attraktivitätssteigernde Personalstrukturen, die zu einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystem insgesamt beitragen sollen, vorgelegt. Vorgeschlagen wird ein generisches Personalstrukturmodell, das für wissenschaftliche und wissenschaftsnahe Tätigkeiten vier Stellenprofile vorsieht. Das Positionspapier enthält die Empfehlung an Bund, Länder und wissenschaftliche Einrichtungen, das Personalstrukturmodell anzunehmen und umzusetzen, und gibt dafür differenzierte Empfehlungen.

2024

Studienstarthilfe 

Ab dem Wintersemester 2024/2025 wurde die "Studienstarthilfe" als neues Förderinstrument im Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) eingeführt. Dabei handelt es sich um einen einmaligen finanziellen Zuschuss zum Studienbeginn in Höhe von 1.000 Euro. Die Studienstarthilfe richtet sich an Personen unter 25 Jahren, die vor Beginn des Studiums bestimmte Sozialleistungen beziehen und sich erstmalig für ein Studium immatrikulieren. Die Förderung mit Studienstarthilfe erfolgt unabhängig von einem möglichen monatlichen BAföG-Bezug.

Im Jahr 2024 wurden 10.700 Personen mit einer Studienstarthilfe gefördert. Der Bund wendete dementsprechend 10,7 Million Euro für die Studienstarthilfe auf.

Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland

Im Juni 2024 haben Bund und Länder eine neue "Strategie der Wissenschaftsminister/innen für die Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland“ beschlossen. Sie ersetzt die Internationalisierungsstrategie aus dem Jahr 2013 und soll den Hochschulstandort angesichts neuer technologischer und politischer Entwicklungen sowie steigender globaler Risiken stärken und resilienter machen. Gleichzeitig möchten Bund und Länder die für die Internationalisierung der Hochschulen relevanten sozialen, ökonomischen und technologischen Ent­wicklungen der vergangenen Jahre in einer strategi­schen Perspektive aufgreifen. So ergeben sich durch die Nachhaltigkeitsagenda und den wachsenden gesellschaftspolitischen Anspruch, mehr Chancengerechtigkeit und Diversität zu ermöglichen, neue Erwartungen und Anforderungen auch an die Internationalisierung von Forschung und Lehre. Zudem soll das Potenzial der Digitalisierung im Rahmen der Internationalisierung der Hochschulen ausgeschöpft werden.

Vor diesem Hintergrund streben Bund und Länder an:

  • die Attraktivität des deutschen Hochschul- und Wissenschaftsstandorts für internationale Studierende und Forschende weiter zu steigern und mögliche Hürden für deren Gewinnung, Integration und Verbleib weiter zu senken, um mehr qualifizierte Menschen für Wissenschaft und Wirtschaft zu gewinnen.
  • hochwertige Internationalisierungserfahrung für möglichst viele Studierende, Forschende und weitere Hochschulmitarbeitende zu ermöglichen – sowohl durch die Förderung physischer und virtueller Mobilität als auch durch eine Internationalisierung zu Hause.
  • Unter Wahrung der Hochschulautonomie und der Kompetenzordnung der EU im Hochschulbereich darauf hinzuwirken, die europäischen und internationalen Hochschulkooperationen in Forschung und Lehre weiter qualitativ auszubauen und zu vertiefen, von kleineren Projekten bis hin zu größeren Verbünden und strategischen Allianzen.

Umgang mit und Bekämpfung von Antisemitismus an Hochschulen

In Reaktion auf die terroristischen Angriffe der Hamas auf Israel haben Bund und Länder, aber auch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Hochschulen diese verurteilt, ihre Solidarität mit Israel bekräftigt und sich intensiv mit dem sich in Deutschland entwickelnden Protestgeschehen und mit den damit verbundenen Übergriffen auseinandergesetzt.

Bereits 2023 haben Kultusministerkonferenz (Plenum Hochschule) und das Bundesbildungsministerium einen „Aktionsplan gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit” beschlossen. Im Juni 2024 hat die Kultusministerkonferenz (Plenum Hochschule) eine "Erklärung für eine offene Förderung des wissenschaftlichen Austausches und gegen Forderungen nach einem Boykott israelischer Forschender und israelischer Wissenschaftseinrichtungen ausgesprochen. Neben einem intensiven Austausch der Länder zu den Erfahrungen mit den getroffenen Maßnahmen und deren Wirksamkeit findet in den Gremien in den Kultusministerkonferenz auch ein Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von jüdischen Organisationen und der HRK statt.

Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes

Mit dem 29. Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes wurden zentrale Vorhaben zur Stärkung der Chancengerechtigkeit in der Bildung adressiert. Neben einer Anhebung der Bedarfssätze, des Wohnkostenzuschlags für nicht bei den Eltern wohnende Geförderte und der Elternfreibeträge gehörten dazu auch strukturelle Anpassungen, wie die Einführung einer Studienstarthilfe für Studierende aus finanziell schlechter gestellten Familien, eines Flexibilitätssemesters und die Erleichterung des Fachrichtungswechsels. Das Gesetz ist zum Schuljahresbeginn bzw. Wintersemester 2024/2025 in Kraft getreten.